Kreißsaal geschlossen
Kreißsaal geschlossen

Aus für die Geburtshilfe in Henstedt-Ulzburg

Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe schließt zum Jahresende

Ein weiterer Kreißsaal in Schleswig-Holstein schließt für immer seine Türen. Nach dem endgültigen Aus für die Geburtshilfe in Eckernförde, der Schließung des Kreißsaales in Ratzeburg und der (vorübergehenden) Schließung des Kreißsaales in Preetz ist nun auch in Henstedt-Ulzburg Schluss. Zum Jahresende werden in der Paracelsus-Klink keine Babys mehr geboren.

In der Pressemitteilung der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg heißt es dazu: „Anlass für die Entscheidung, mit der Klinik einen insoweit deutlichen Strukturwandel vorzunehmen, waren die geplanten und zu erwartenden Rahmen Vorgaben für die geburtshöfliche Versorgung, die nicht unerhebliche zusätzliche Ressourcen einfordern hierzu kommen die von der Regierungskommission des Bundes für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung vorgelegten Empfehlungen zur Finanzierung der Geburtshilfe sowie die zunehmend erschwerten Rahmenbedingungen im derzeit stark gebeutelten deutschen Gesundheitswesen.“ 

Der Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. kritisiert die Schließung eines weiteren Kreißsaales in Schleswig-Holstein. Insgesamt hat sich die Anzahl der Kreißsäle im nördlichsten Bundesland in den letzten 22 Jahren halbiert, Das Aus der Geburtshilfe in Henstedt-Ulzburg ist die vierte Schließung einer geburtshilflichen Abteilung im nördlichsten Bundesland in diesem Jahr, die einmal mehr ohne vorherige Erstellung von geburtshilflichen Konzepten zur Übernahme der zu betreuenden Geburten in den benachbarten Kliniken vollzogen wird. In Henstedt-Ulzburg erblicken jährlich rund 800 Kinder das Licht der Welt.

Der Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. fordert die Landes- und Bundesregierung auf den zunehmenden Schließungen vom Kreißsälen entgegen zu wirken!