Wir unterstützen Sie

Nach der Geburt

Eine Geburt bedeutet große körperliche und seelische Veränderungen für die Frauen und Familien. In dieser Zeit stehen Hebammen vor allem den Müttern zur Seite. Sie sprechen mit ihnen über die Geburt und die ersten Erfahrungen mit dem Kind und helfen den Frauen dadurch, in ihre Rolle als Mutter hineinzuwachsen. Neben der Klärung medizinischer Fragen geht es in den ersten Lebenstagen vor allem darum, dass Mutter und Kind eine gute Beziehung zueinander aufbauen (Bonding). Der psychosoziale Aspekt spielt eine wesentliche Rolle. Die Hebamme beobachtet außerdem die Rückbildungs- und Abheilungsvorgänge, unterstützt das Stillen und gibt Hilfestellung bei Schwierigkeiten.
 
Auch in Krisensituationen können Hebammen unterstützen: Bei Bedarf vermitteln sie den Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Arztinnen und Ärzte, zu Psychologinnen und Psychologen. Das gilt insbesondere, wenn ein Kind krank oder tot geboren wird oder nach Geburt stirbt.

Rückbildungsgymnastik

Die Zeit der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbettes bringt große Veränderungen – vor allem auch auf körperlicher Ebene.
 
Der Wunsch, sich wieder zu Bewegen, alte Muskelgruppen neu aufzubauen, gezielte Lockerungs- und Entspannungsübungen zu erlernen, Rückenschmerzen los zu werden und den Beckenboden wieder zu stärken, sind Beweggründe, einen Rückbildungskurs zu besuchen, aber auch der Kontakt zu anderen Frauen in gleicher Situation. Diese Kurse werden mit und ohne Baby, morgens oder abends angeboten – melden Sie sich rechtzeitig vorher an, denn damit sichern Sie sich einen Platz im für Sie individuell richtigen Kurs. Die Kosten trägt komplett Ihre Krankenkasse, wenn der Kurs von einer Hebamme geleitet wird und Ihr Kind bei der letzten Kursstunde nicht älter als neun Monate ist. Sollte das der Fall sein oder Sie nach einem Kurs merken, noch einen zweiten zu brauchen, lassen Sie sich bitte von ihrer Frauenärztin ein Rezept ausstellen. Das geschieht problemlos, weil die Behandlung einer Inkontinenz viel teurer wäre als Rückbildungsgymnastik.

Säuglingspflegekurse

Das Leben mit einem Neugeborenen stellt Sie vor viele neue Aufgaben.
 
Rein praktische Abläufe wie Baden, Wickeln, Körperpflege, Kleidung des Babys, aber auch Themen wie

sind Inhalt dieser Kurse.

Wochenbettbetreuung

Die Zeit des Wochenbettes endet acht Wochen nach der Geburt. Die Besuche „Ihrer“ Hebamme dürfen aber bis zur 12. Lebenswoche des Kindes stattfinden, denn häufig treten Probleme erst auf, wenn die erste Euphorie abgeklungen ist. Darüber hinaus reicht die Betreuung durch Ihre Hebamme bis zum Ende der Stillzeit, wenn Sie das wünschen.
 
Es ist Ihre individuelle Entscheidung, wo Sie gebären wollen und wo Sie die ersten Tage nach der Geburt verbringen möchten – ob Sie jedoch noch einige Zeit in der Klinik verbleiben oder gleich nach der Geburt nach Hause gehen (ambulante Geburt), sollten Sie sich bereits im Vorfeld mit Ihrer Hebamme besprochen haben.
 
Die Hebamme

Häusliche Wochenbettbetreuung wird komplett von Ihrer Krankenkasse bezahlt und steht Ihnen auch
nach einem längeren Klinikaufenthalt (z.B. nach einem Kaiserschnitt oder bei einem wesentlich zu früh geborenen Kind)
oder wenn Geburt und Tod Ihres Kindes zusammenfallen, zu!
 
Für alle Hausbesuche gilt: die Krankenkassen zahlen Wegegeld, wenn die Familie nicht weiter als 25km entfernt wohnt. Sollte die Entfernung jedoch größer sein, weil Sie sehr einsam leben oder in der Urlaubszeit alle näherwohnenden Hebammen nicht zur Verfügung stehen, lassen Sie sich eine Kostenübernahme für weitere Strecken bitte schriftlich von Ihrer Krankenkasse geben.