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Während der Geburt

Hebammen begleiten Geburten im Krankenhaus, im Geburtshaus und zuhause. Manche Kliniken bieten die Begleitung durch eine Beleghebamme an. Beleghebammen arbeiten wie die Hebammen in der außerklinischen Geburtshilfe freiberuflich. Das heißt, sie rechnen ihre Leistungen direkt mit den Krankenkassen ab. Auch die in einer Klinik angestellten Hebammen sind meistens zusätzlich noch freiberuflich tätig, zum Beispiel in der Wochenbettbetreuung oder mit Kursen. Geschätzt 70 Prozent aller Hebammen in Deutschland arbeiten (auch) freiberuflich.
 
Wie viele Klinikbereiche ist auch die Geburtshilfe von Personalverknappung, Arbeitsverdichtung und der Zunahme von Dokumentationspflichten betroffen. So muss eine Hebamme mitunter drei Geburten oder mehr parallel betreuen. Dieser Zustand ist nicht tragbar, findet der Deutsche Hebammenverband und fordert unter anderem ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Bessere Arbeitsbedingungen sind das A und O, um den die Klinik als Arbeitsort attraktiver zu machen und die Teilzeitquote zu senken. Denn rund 70 Prozent aller angestellten Hebammen sind in Teilzeit in der Klinik tätig.
 
Frauen brauchen und Hebammen fordern eine kompetente, professionelle und kontinuierliche Unterstützung während der Geburt, um sowohl sicher als auch selbstbestimmt und individuell gebären zu können. Sicherheit und Qualität in der medizinischen Versorgung fordert auch die Politik – doch Qualität in diesem Bereich braucht vor allem Personal und Zeit. Um jederzeit die Unterstützung und Hilfe zu bekommen, die sich jede einzelne Frau zum Kinderkriegen wünscht und die ihr auch zusteht, muss auch in Kliniken eine individuelle Geburtsbegleitung möglich sein – das heißt, eine Hebamme ist für eine Frau da (Eins-zu-eins-Betreuung). Denn Technik allein kann die Zuwendung, die Mut machenden Worte und vor allem den kompetenten und wachen Blick einer Hebamme nicht ersetzen: Frauen brauchen Hebammen!

Geburt

Hebammen sind durch Ihre Ausbildung dazu befähigt, eine normal verlaufende Geburt allein und eigenständig zu leiten, und durch das Hebammengesetz auch dazu berechtigt. Ärzte sind durch das gleiche Gesetz zur Hinzuziehung einer Hebamme verpflichtet, so daß Sie spätestens bei der Geburt auf eine Hebamme stoßen werden.
 
Wenn Sie in ein Krankenhaus gehen möchten, sollten Sie etwa im zweiten Schwangerschaftsdrittel die Möglichkeit zu einer inzwischen überall üblichen Klinikbesichtigung wahrnehmen. So wissen Sie nicht nur, wo die Klinik und der Eingang zum Kreißsaal sind, sondern können auch in Ruhe überlegen, ob das Angebot des Hauses mit Ihren Erwartungen übereinstimmt (Ausstattung der Kreißsäle, Haltung zu alternativen Therapieformen und Gebärhaltungen, kinderärztliche Versorgung, Rooming-in, ambulante Geburt, …).

Beleggeburten, Praxisgeburten, Geburtshaus, Hausgeburten

Vielleicht fühlen Sie sich auch am Wohlsten, wenn Sie die Hebamme, die Sie zur Geburt betreuen soll, bereits in der Schwangerschaft kennen.
Wenn Sie mit Ihrer Hebamme die Geburt erleben möchten, haben Sie drei Möglichkeiten:

Bei allengenannten Varianten ist es sehr, sehr wichtig, daß Sie sich frühestmöglich mit einer Hebamme über Ihre Wünsche unterhalten. Im Idealfall übernimmt diese Hebamme dann die Vorsorge, evtl. auch abwechselnd mit Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt, steht Ihnen zur Geburt bei und betreut Sie im Wochenbett.
 
Außerklinische Geburtshilfe ist genauso sicher wie Krankenhausgeburten (lt. verschiedener Europäischer Studien), WENN ein sicherer Risikoausschluß vorgenommen wird – und das ist nur möglich, wenn die betreuende Hebamme frühzeitig Sie, Ihre Wünsche, Ihren Gesundheitszustand, Ihre häusliche Situation und Ihren Schwangerschaftsverlauf kennenlernt!