Vergütungsverhandlung durch Schiedsspruch beendet

01.02.2013
Gemeinsame Pressemitteilung des DHV, des BfHD und des Netzwerkes der Geburtshäuser

Nach insgesamt drei zähen und zermürbenden Verhandlungstagen hat die Schiedsstelle unter Vorsitz von Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin die Hebammenvergütung für die nächsten zwei Jahre durch Schiedsspruch festgelegt. Zwischen den Hebammenverbänden und dem GKV-SV konnte keine Einigung erzielt werden.

Die nun mit den Stimmen der Vertreter der Kassen und der Unparteiischen beschlossene lineare Erhöhung von 12 Prozent liegt weit unter den Forderungen der Hebammenverbände und wurde von diesen als nicht ausreichend abgelehnt. Die Erhöhung der Vergütungspositionen für die Wochenbettbetreuung um 15 Prozent liegt ebenfalls deutlich unter dem erforderlichen Niveau. Trotz der Ablehnung durch die Hebammenverbände ist dieser Schiedsspruch jetzt verbindlich für die nächsten zwei Jahre und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2013.

Eine weitere Erhöhung um fünf Prozent wurde festgelegt, wenn die Verhandlungen über angestrebte Vertragsänderungen abgeschlossen sind. Diese sind durch die Überführung von der gesetzlichen Definition der Hebammenhilfe aus Reichsversicherungsordnung (RVO) in das SGB 5 notwendig geworden. Die Vertragsanpassungen sollen bis zum 1. Januar 2015 abgeschlossen sein.

Die Hebammenverbände hatten zur Untermauerung ihrer Vergütungsansprüche umfangreiche Kalkulationen vorgelegt und ihre Berechnungen auch auf Grundlage der IGES-Studie vorgenommen. Umso enttäuschter zeigten sich die Hebammenverbände, dass diesen vom BMG in Auftrag gegebenen ermittelten Daten keine Relevanz zugesprochen wurde.

DHV
Martina Klenk,? Präsidentin
Katharina Jeschke,? Beirätin

Netzwerk der Geburtshäuser
Josefine Lantow, 1. Vorsitzende
Ruth Sichermann, 2. Vorsitzende

BfHD
Susanne Schäfer, 1. Vorsitzende
Ulrike Aulbach, 2. Vorsitzende
Kontakt und weitere Informationen:

Katharina Jeschke
Deutscher Hebammenverband e.V.
Beirätin für den freiberuflichen Bereich
Telefon: 0173-8178036
E-Mail: jeschke(at)hebammenverband.de


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