Familienhebamme

Liebe Kolleginnen,

in unserem Land werden Familienhebammen gebraucht!

Zur Zeit arbeiten fast in jedem Landkreis qualifizierte Familienhebammen in Schleswig-Holstein. Die Arbeitsbedingungen sind aber noch sehr unterschiedlich und hängen oft vom Ort oder dem Engagement der beteiligten Personen ab. Auch eine gleich geregelte Bezahlung außerhalb der Gebührenordnung ist noch nicht vorhanden. Die Arbeitsbedingungen werden aber immer besser.

Seit die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ auf Grundlage des neuen Bundeskinderschutzgesetzes läuft, geht ein Ruck durch das Land. Alle Kreise müssen jetzt Familienhebammen (FamHeb) oder Familien-Gesundheits-Kinderkranken-Pflegerinnen (FGKiKP) für den Bereich der Frühen Hilfen beschäftigen. Entweder die Jugendämter tun dies selbst oder sie haben ein Auswahlverfahren gestartet, um Träger für diese Arbeit zu verpflichten.

Glücklicherweise sind FamilienHebammen inzwischen so gut etabliert, daß ihre Stellen auch nach Auslaufen der Bundesinitiative zum 31.12.2015 erhalten geblieben sind – die meisten zwar befristet zum 31.12.2017, aber auch über dieses Datum hinaus darf gehofft werden.

Wichtig: Im Kinderschutzgesetz stehen auch die Hebammen als mögliche Helferinnen in den Frühen Hilfen. Aber hier ergibt sich eine Fehlerquelle, denn sie sind für die Tätigkeit in den Frühen Hilfen nur dann über unsere Versicherung abgedeckt, wenn sie die Fortbildung (Weiterbildung) zur Familienhebamme besitzen oder sich in dieser befinden.

Immer wieder gibt es hierzu viele Fragen. Die Familienhebammen-Beauftragte Bärbel Noack-Stürck beantwortet alle gern. Da sie aufgrund des Amtes und ihrer eigenen Arbeitssituation viel unterwegs ist, sind Anfragen per eMail am sinnvollsten:

Bärbel Noack-Stürck
familienhebamme(at)hebammen-sh.de
Telefon 04394-99 18 16
Kleinharrier Straße 2a
24625 Großharrie

 

Um das Hintergrundwissen zu vertiefen oder eine sachliche Argumentationshilfe gegenüber benachbarten Berufsgruppen zu haben, gibt es vom Deutschen Hebammenverband e.V. eine erklärende Schrift „Die Familienhebamme“. Sie stammt aus dem Jahre 2004, als der Verband noch BDH e.V. hieß.