Liebe Kolleginnen,
in unserem Land werden Familienhebammen gebraucht!
Zur Zeit arbeiten 35 fortgebildete Familienhebammen in Schleswig-Holstein. Die Arbeitsbedingungen sind aber noch sehr unterschiedlich und hängen oft vom Ort oder dem Engagement der beteiligten Personen ab. Auch eine geregelte Bezahlung außerhalb der Gebührenordnung ist noch nicht vorhanden.
Der Begriff „Familienhebamme“ muss unbedingt noch geschützt werden.
Dieses soll auf Bundesebene bearbeitet werden und es liegt noch viel Arbeit vor uns.
Informationen zur Fortbildung zur Familienhebamme stehen am Ende dieser Seite. Darüberhinaus stehe ich als Beauftragte für Familienhebammen per Mail jederzeit für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.
Über Euer Interesse freue ich mich.
Mit freundlichen Grüssen
Bärbel Noack Stürck
Um das Hintergrundwissen zu vertiefen oder eine sachliche Argumentationshilfe gegenüber benachbarten Berufsgruppen zu haben, gibt es vom Deutschen Hebammenverband e.V. eine erklärende Schrift “Die Familienhebamme”. Sie stammt aus dem Jahre 2004, als der Verband noch BDH e.V. hieß.
Die in Schleswig-Holstein durchgeführten Fortbildungen richten sich nach dem Curriculum ”Fortbildung zur Familienhebamme” 2005 des BDH von Eva Schneider
Die letzte Fortbildung fand als Kooperationsmaßnahme des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren und dem Hebammenverband Schleswig-Holstein e.V. statt und wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung.
Zu den Fortbildungsinhalten:
Diese interessante, nicht immer leichte, Tätigkeit bedarf eines stabilen Hintergrundwissens, um benachteiligte Familien angemessen begleiten zu können:
- Pädiatrie
- Pädagogik
- Arbeit mit Familien
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Kommunikation und Gesprächsführung
- Umgang mit psychisch erkrankten Frauen
- Umgang mit Gewalt
- Publik Health
stehen auf dem Lehrplan.
Das Erlernen selbstfürsorglichen Verhaltens für den Umgang mit den besonderen Belastungen der Arbeit ist Teil des Curriculums.
Die zum Einsatz kommenden Unterrichtsmethoden sind:
- Vorträge
- Praktische Übungen
- Selbsterfahrung
- Selbststudium
- Einzel- und Gruppenarbeit