Hebammenleistungen

Viele fremde Begriffe – werden hier erklärt!

Die Sortierung der Hebammenliste:

die originären Hebammentätigkeiten sind (in schwangerschaftstypischer Reihenfolge):

In dieser Abfolge ist bei jeder Hebamme aufgeführt, welche Tätigkeiten von ihr ausgeübt werden.  Weiter unten finden Sie zu jedem Schlagwort die Erklärung.

In der Hebammenliste geht es weiter mit den möglichen Zusatzausbildungen der Hebammen, also Fertigkeiten, die erlernt und abgeprüft wurden:

  • Akupunktur
  • Homöopathie
  • Trageberaterin
  • Still- und Lactationsberaterin IBCLC
  • Familienhebamme

Dann folgen

  • Fremdsprachenkenntnisse,
  • weitere Angebote und Qualifikationen oder auch Schwerpunkte der Hebamme z.B.  Babyschwimmen oder Stillgruppen
  • die Mitarbeit in einer Praxis/ einem Geburtshaus.

Das Beste zum Schluß:
Begleitet die Hebamme Ihre Geburt

  • Zuhause
  • in einer Praxis/ einem Geburtshaus
  • als Beleghebamme im Krankenhaus

Nun finden Sie in alphabetischer Auflistung alle Erklärungen und eine kurze Information zum Thema Gebühren:

Aufbauende Beckenbodengymnastik

Aufbauende Beckenbodengymnastik bietet die Möglichkeit zur Wahrnehmung und Stärkung Ihres Beckenbodens.

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Sie ist auch geeignet für Frauen mit Senkungsbeschwerden oder bereits vorhandener Inkontinenz, egal ob sie ein Kind geboren haben oder nicht.
Dieses Training sollte erst begonnen werden, wenn Sie nicht mehr voll Stillen, frühestens aber ein halbes Jahr nach der Geburt.
Die Kosten werden von Ihrer Krankenkasse bezahlt, wenn Ihre Frauenärztin/ Ihr Frauenarzt Ihnen ein Rezept über „Beckenbodentraining bei einer Hebamme“ ausstellt oder Sie keinen Rückbildungsgymnastikkurs besucht haben – sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, was für Sie am günstigsten ist!

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Babymassage

ist ein schöner Weg, das körperliche Zwiegespräch zwischen Mutter/ Vater und Baby zu führen. Neben dem hohen Wohlfühleffekt kann sie die Entwicklung des Kindes und die Verdauung unterstützen und so Verwöhnen und Beruhigen. In kleinen Gruppen werden Sie in diese sanfte Ganzkörperbehandlung Ihres Babys eingewiesen. Beginn ist optimalerweise im Lebensalter von vier Wochen bis vier Monaten.

Babyschwimmen

Beim Babyschwimmen können Sie in angenehmer Atmosphäre mit anderen Eltern die Freude Ihres Kindes an Bewegung im Wasser fördern und beobachten.

Gebühren

Ihre Krankenkasse oder das Sozialamt trägt die Kosten komplett für folgende Leistungen:

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• alle Vorsorgeuntersuchungen, die im Mutterpaß dokumentiert werden
• Geburtsvorbereitung der Frau
• Hebammenhilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden
• drei laut Mutterschaftsrichtlinien sinnvolle Ultraschalluntersuchungen
• die Geburt, egal ob zu Hause, im Geburtshaus, in einer Hebammenpraxis oder im Krankenhaus
• die Wochenbettbetreuung durch Ihre Hebamme bis zum Ende der Stillzeit
• Rückbildungsgymnastik – bei Beginn bis zum vierten Lebensmonat des Kindes und wenn der Kurs von einer Hebamme geleitet wird.
! Liegt die Kursleitung bei einer Krankengymnastin, brauchen Sie ein spezielles Rezept von Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt!

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Geburt

Schwangerschaft und Geburt sind unabänderlich miteinander verbunden und keine Schwangere kommt umhin, sich über den für sie richtigen Geburtsort Gedanken zu machen. Hierzu sollten Sie unbedingt Ihren Partner und/ oder die Person(en) miteinbeziehen, die Sie zur Geburt dabei haben wollen, damit Fragen bereits im Vorfeld geklärt werden können.

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Hebammen sind durch Ihre Ausbildung dazu befähigt, eine normal verlaufende Geburt allein und eigenständig zu leiten, und durch das Hebammengesetz auch dazu berechtigt. Ärzte sind durch das gleiche Gesetz zur Hinzuziehung einer Hebamme verpflichtet, so daß Sie spätestens bei der Geburt auf eine Hebamme stoßen werden.

Wenn Sie in ein Krankenhaus gehen möchten, sollten Sie etwa im zweiten Schwangerschaftsdrittel die Möglichkeit zu einer inzwischen überall üblichen Klinikbesichtigung wahrnehmen. So wissen Sie nicht nur, wo die Klinik und der Eingang zum Kreißsaal sind, sondern können auch in Ruhe überlegen, ob das Angebot des Hauses mit Ihren Erwartungen übereinstimmt (Ausstattung der Kreißsäle, Haltung zu alternativen Therapieformen und Gebärhaltungen, kinderärztliche Versorgung, Rooming-in, ambulante Geburt, …).

Beleggeburten, Praxisgeburten, Geburtshaus, Hausgeburten
Vielleicht fühlen Sie sich auch am Wohlsten, wenn Sie die Hebamme, die Sie zur Geburt betreuen soll, bereits in der Schwangerschaft kennen.
Wenn Sie mit „Ihrer“ Hebamme die Geburt erleben möchten, haben Sie drei Möglichkeiten:

  • Bei einer Beleggeburt fahren Sie mit „Ihrer“ Hebamme gemeinsam ins Krankenhaus, dort übernimmt diese Ihre gesamte Betreuung, unabhängig von einem Schichtplan, bis zur abgeschlossenen Nachgeburtsphase. Wenn Sie nach der Geburt nach Hause gehen möchten ist das genauso möglich wie ein Verbleib auf der Wochenbettstation des Krankenhauses.
  • Bei einer Praxisgeburt oder einer Geburt im Geburtshaus fahren Sie statt ins Krankenhaus in die Hebammenpraxis oder das Geburtshaus, gebären Ihre Kind und kehren nach Hause zurück. Meist ist hierbei statt eines Arztes eine zweite Hebamme anwesend.
  • Für eine Hausgeburt kommt die Hebamme zu Ihnen nach Hause, wo Sie auch komplett verbleiben. Auch bei dieser Möglichkeit wird häufig eine zweite Hebamme dazugerufen.

Bei allen genannten Varianten ist es sehr, sehr wichtig, daß Sie sich frühestmöglich mit einer Hebamme über Ihre Wünsche unterhalten. Im Idealfall übernimmt diese Hebamme dann die Vorsorge, evtl. auch abwechselnd mit Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt, steht Ihnen zur Geburt bei und betreut Sie im Wochenbett.
Außerklinische Geburtshilfe ist genauso sicher wie Krankenhausgeburten (lt. verschiedener Europäischer Studien), WENN ein sicherer Risikoausschluß vorgenommen wird – und das ist nur möglich, wenn die betreuende Hebamme frühzeitig Sie, Ihre Wünsche, Ihren Gesundheitszustand, Ihre häusliche Situation und Ihren Schwangerschaftsverlauf kennenlernt!

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Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitung soll Ihnen (und evtl. Ihrer Begleitperson) helfen, sich körperlich und geistig auf das Ereignis „Geburt“ vorzubereiten, Ängste auszuräumen und sich auf die neue Lebenssituation einzustellen.

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Meistens werden hierzu Paar- oder Frauenkurse angeboten, die sowohl

  • Informationen zu Themen wie z.B. Veränderungen in der Schwangerschaft, Umgang mit Wehen, Geburtsverlauf, Wochenbett, Stillen,
  • als auch gezielte Atem-, Entspannungs- und Körperübungen enthalten.

Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Fitneßprogramm für Schwangere.

Die Kosten werden von Ihrer Krankenkasse / dem Sozialamt getragen, lediglich Ihre nichtschwangere Begleitperson muß eine evtl.  anfallende Gebühr selbst tragen.

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Rückbildungsgymnastik

Die Zeit der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbettes bringt große Veränderungen – vor allem auch auf körperlicher Ebene.

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Der Wunsch, sich wieder zu Bewegen, alte Muskelgruppen neu aufzubauen, gezielte Lockerungs- und Entspannungsübungen zu erlernen, Rückenschmerzen los zu werden und den Beckenboden wieder zu stärken, sind Beweggründe, einen Rückbildungskurs zu besuchen, aber auch der Kontakt zu anderen Frauen in gleicher Situation.
Diese Kurse werden mit und ohne Baby, morgens oder abends angeboten – melden Sie sich rechtzeitig vorher an, denn damit sichern Sie sich einen Platz im für Sie individuell richtigen Kurs.
Die Kosten trägt komplett Ihre Krankenkasse, wenn der Kurs von einer Hebamme geleitet wird und Sie innerhalb von vier Monaten nach der Geburt beginnen. Jedoch keinesfalls in den ersten acht Wochen nach der Geburt – Ihr Körper braucht einige Zeit zum Kräftesammeln!

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Säuglingspflegekurse

Das Leben mit einem Neugeborenen stellt Sie vor viele neue Aufgaben.

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Rein praktische Abläufe wie Baden, Wickeln, Körperpflege, Kleidung des Babys, aber auch Themen wie

  • vom Paar zur Familie – Veränderungen in der Partnerschaft
  • Umgang mit der neuen Verantwortung
  • die richtige Ernährung für mein/ unser Kind
  • welche Wickelmethode ist für uns die Beste?
  • was erwartet mein/ unser Kind beim Kinderarzt

sind Inhalt dieser Kurse.

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Schwangerenberatung

Sicherlich haben Sie zur Zeit eine Unmenge an noch unbeantworteten Fragen – Ihre Hebamme steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

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Hierbei kann es sich um Themen wie z.B. Ernährung und Sport in der Schwangerschaft, Beratung zu vorgeburtlichen Untersuchungen Ihres Kindes (Triple-Test, Fruchtwasseruntersuchungen, Ultraschall) oder sozialen und finanziellen Hilfen handeln.
Aber Schwangerenberatung umfaßt auch gezielte Hebammenhilfe mit Einzelbetreuung bei Schwangerschaftsbeschwerden wie

  • Übelkeit
  • juckende Bauchhaut
  • Ischiasbeschwerden
  • geschwollene Beine
  • Schlaflosigkeit
  • Vorwehen
  • ausbleibende Wehen trotz überschrittenen erwarteten Geburtstermin

und alle anderen Sorgen, die Ihr Wohlbefinden zur Zeit beeinträchtigen!

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Schwangerenschwimmen

In der Schwangerschaft klagen viele Frauen über zunehmende Rückenschmerzen oder Unbeweglichkeit.
Abhilfe kann Bewegung im warmen Wasser mit gezielten Übungen sein – und das auch noch mit anderen Frauen, die sich ähnlich oder gar genauso fühlen, unter sachkundiger Leitung: das bietet Ihnen ein Schwangerenschwimmkurs!

Schwangerenvorsorge

Herzlichen Glückwunsch – sie sind schwanger! Nun suchen Sie eine kompetente Person, die alle von den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehenen Untersuchungen in angenehmer Atmosphäre, ohne Zeitdruck und mit Muße für Erklärungen bei Ihnen durchführt?

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Hebammen sind dafür ausgebildet, den gesunden und natürlichen Verlauf einer Schwangerschaft zu überwachen. Hierbei handelt es sich um

  • die Beobachtung des kindlichen Wachstums
  • die Feststellung der Lage des Kindes
  • Hören der kindlichen Herztöne
  • Gewichts-, Blutdruck-, Urinkontrollen und Blutuntersuchungen bei der Mutter
  • falls notwendig eine Untersuchung des Muttermundes und
  • die Diagnose von Auffälligkeiten, wie z.B. vorzeitiger Wehentätigkeit.

Für diese Begleitung durch die Schwangerschaft können Sie ausschließlich zu Ihrer Frauenärztin/ Ihrem Frauenarzt, ausschließlich zu Ihrer Hebamme oder abwechselnd zu beiden gehen. In allen Fällen trägt Ihre Krankenkasse die Kosten.

Sollte ein medizinisches Problem auftreten, werden Sie von Ihrer betreuenden Hebamme an Ihre Frauenärztin/ Ihren Frauenarzt oder ein Krankenhaus überwiesen.

Ebenso sehen die Mutterschaftsrichtlinien die Möglichkeit von drei Ultraschalluntersuchungen (zwischen der 9.-12., der 19.-22. und der 29.-32. Schwangerschaftswoche) vor. In der Regel werden diese Untersuchungen von Frauenärzten durchgeführt, unabhängig, wer Ihre Schwangerschaft betreut.

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Still- und Lactationsberaterin IBCLC

Jede Hebamme kann beim Stillen helfend anleiten.

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Aber die zusätzliche Ausbildung zur Still- und Lactationsberaterin IBCLC vermittelt ein vielschichtiges Fachwissen eben nicht nur über alle normalen Abläufe und Situationen. Und: um den Titel tragen zu dürfen , müssen regelmäßige Fortbildungen besucht werden.
Allerdings sollten Sie sich keine Sorgen machen, wenn „Ihre“ Hebamme diese Ausbildung nicht hat – sollte tatsächlich ein Problem beim Stillen auftreten, kann sich auch jede Hebamme bei den Still- und Lactationsberaterinnen IBCLC Hilfe holen.

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Stillgruppen

In Stillgruppen haben Sie die Möglichkeit, andere Mütter in der gleichen Lebenssituation zu treffen, Freundschaften zu schließen, zu Klönen, Erfahrungen auszutauschen und alle möglichen Fragen kompetent beantwortet zu bekommen, denn auch Ihre Hebamme ist dabei!
Eine Auflistung von Still- und Müttertreffs finden Sie auf der Seite „Stillen“ für Familien.

Wendehilfe bei Steißlagen

Wenn Ihr Baby nach der 30. Schwangerschaftswoche noch nicht mit dem Kopf nach unten liegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten (z.B. Moxa, Akupunktur, …) die „sanfte Wendung“ herbeizuführen.
Unabhängig davon berät Sie jede Hebamme gern rund um das Thema „Steißlage“.

Wochenbettbetreuung

Die Zeit des Wochenbettes endet acht Wochen nach der Geburt. Darüber hinaus reicht die Betreuung durch Ihre Hebamme bis zum Ende der Stillzeit, wenn Sie das wünschen.

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Es ist Ihre individuelle Entscheidung, wo Sie gebären wollen und wo Sie die ersten Tage nach der Geburt verbringen möchten – ob Sie jedoch noch einige Zeit in der Klinik verbringen oder gleich nach der Geburt nach Hause gehen (ambulante Geburt), sollten Sie sich bereits im Vorfeld mit Ihrer Hebamme besprochen haben.

Die Hebamme

  • beobachtet den Wochenbettverlauf der Mutter, kontrolliert Kreislauf, Rückbildung der Gebärmutter, Heilung etwaiger Geburtsverletzungen, Brust und Milchbildung
  • führt Sie an Wochenbettgymnastik bis zur Rückbildungsgymnastik heran
  • beobachtet Ihr Neugeborenes und kontrolliert Atmung, Gewichtszunahme, Hautfarbe, Heilung des Nabels, Ausscheidung und Gesamtentwicklung
  • nimmt zwischen dem zweiten und zehnten Lebenstag Blut aus der Ferse Ihres Kindes für mehrere Stoffwechseltests ab
  • gibt praktische Anleitung und Hilfestellung zum Stillen
  • gibt Hilfe bei der Versorgung und Pflege des Kindes
  • ist offen für Gespräche zur Verarbeitung und Annahme Ihres Geburtserlebnisses
  • informiert Sie über Empfängnisverhütung während der Stillzeit
  • begleitet Sie bei belastenden Umständen, z.B. Frühgeburtlichkeit, krankem oder verstorbenem Kind
  • zieht ärztliche Hilfe hinzu, wenn sich bei Mutter oder Kind Schwierigkeiten ergeben

Häusliche Wochenbettbetreuung wird komplett von Ihrer Krankenkasse bezahlt und steht Ihnen auch
nach einem längeren Klinikaufenthalt (z.B. nach einem Kaiserschnitt oder bei einem wesentlich zu früh geborenen Kind)
oder wenn Geburt und Tod Ihres Kindes zusammenfallen, zu!

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