Delegierte des Hebammenverbandes fordern sofortige und nachhaltige Verbesserung der Arbeitssituation in den Kreißsälen

Bei der Delegiertentagung des Deutschen Hebammen verbandes forderten die Landesvertretungen ein unverzügliches und nachhaltiges Reagieren der politisch Verantwortlichen, denn in den Kreißsälen stehe der Kollaps unmittelbar bevor.

Die schlechte personelle Besetzung lasse sichere Geburten in Ruhe  und Würde kaum noch zu. Häufig sei eine Hebamme für die gleichzeitige Betreuung mehrerer Frauen zuständig. Die fehlende Betreuungszeit führt nach Ansicht der Delegierten zu unnötigen Interventionen wie Geburtseinleitungen und Periduralanästhesien. In diesem Zusammenhang wurde auch darüber diskutiert, ob die personelle Unterbesetzung der Kreißsäle Einfluss habe auf die nach wie vor steigenden Kaiserschnittzahlen auf bislang ca. 30 % im Bundesdurchschnitt.
Die Delegierten waren sich einig darin, dass die Gesetzgebung für eine nachhaltige Krankenhausfinanzierung zu sorgen habe. Wer will, dass in den Krankenhäusern gute Arbeit geleistet wird, muss für die entsprechende Finanzierung und für genügend Personal sorgen, so der Tenor. Für die Hebammen war auch klar, dass die Priorisierung marktwirtschaftlicher Gesichtspunkte in der Geburtshilfe ein Ende nehmen müsse. Deshalb forderten die Delegierten ihren Hebammenverband im Namen der 17.000 Mitglieder dazu auf,  weiterhin im Schulterschluss mit ver.di und dem Bündnis zur „Rettung der Krankenhäuser“, aktiv zu bleiben.

Pressestelle des
Deutschen Hebammenverbandes e.V.
Dr. Edith Wolber
Tel: 06226 – 82 86 oder – 429 400
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Bergstraße 3 in 74909 Meckesheim


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